Nun da der dänische Astronom Tycho Brahe exhumiert wurde und alle Welt auf die Untersuchungen der Proben auf erhöhte Quecksilberwerte wartet, verdichten sich die Verschwörungstheorien um seinen Tod. Nicht nur, dass in der Haarprobe, die während Tychos Exhumierung in den '90er Jahren entnommen wurde, anscheinend gleich zwei tödliche Dosen Quecksilber nachgewiesen wurden, die er mit kurzem Abstand hintereinander wenige Stunden vor seinem Tod eingenommen haben soll. Nein, nun ist auch noch das dänische Königshaus in den Komplott involviert.
Brahe soll ein Verhältnis mit der dänischen Königin gehabt haben und vielleicht sogar der leibliche Vater ihres Sohnes und späteren Königs Christian IV. sein. Letzterer soll einen nahen Verwandten des Opfers, Eric Brahe, angeheuert haben, um den Mord auszuführen. Warum Tycho beim dänischen Thronfolger in solche Ungnade gefallen sein mag, ist unklar. Vielleicht hat Christian rausgefunden, dass Tycho seine Mutter entehrt hat - und sein Vater ist. Es kursiert jedenfalls das Gerücht, dass die Affäre zwischen der Königin und Tycho als Vorlage für Shakespears Hamlet diente!
Ehrlich gesagt, gefällt mir die Geschichte mit dem Blasenriss immer noch am besten. Und auch die Dänen halten anscheinend an dieser Version fest, denn wenn man in Dänemark mal dringend auf's Klo muss, dann bezieht man sich noch immer gerne verbal auf den Urvater der dringend-mal-aufs-Klo-Müsser. Vielleicht gibt es ja bald eine weitere Exhumierung zur Klärung eventueller Verwandtschaftsverhältnisse und etwaiger Motive. Vaterschaftstest von CSI Kopenhagen sozusagen.

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